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Stoneman Trail in the Dolomites, Italy

Der „Alte Mann“
von Storr - ISLE OF SKYE

Gerade jetzt zum Jahreswechsel zog es mich spontan nach Schottland. Eigentlich hatte ich mir für diese paar Tage ein bisschen Schnee gewünscht. Den gab aber es nicht, das sah ich schon aus dem Fenster des Flugzeugs. Trotzdem klopfte mein Herz vor Aufregung, als ich in Edinburgh landete. Ich bin direkt auf die Isle of Sky gefahren. Zwei Wanderungen in den Highlands haben mich mehrere Tage lang in den Bann gezogen. Es zeigte sich kein einziger Sonnenstrahl. Auch interessante Wolkenformationen waren weit und breit nicht zu sehen.

Mein persönliches Lieblingsbild zeigt den großartigen „Alten Mann“ von Storr. Diesen markanten, grimmig dreinschauenden Felsen kennt auf der Isle of Sky jedes Kind. Ich habe lange nach dem richtigen Bildwinkel gesucht und mir das Gesicht des Felsens von allen Seiten angeschaut, bevor ich den Auslöser drücken konnte. Ich schätze mich überglücklich, dass die Umstände an diesem Tag so gut gepasst haben.

Ich hatte die Highlands ganz für mich, keine Menschenmassen, kein Lärm, genau die Ruhe, die ich für diese wunderbaren Aufnahmen brauchte. Ich weiß, dass ich im Sommer wiederkomme. Ich will die Highlands in saftigem Grün und das Glitzern von Sonnenstrahlen in den Highland Gewässern sehen. Für alle Besucher meiner Seite hier alle guten Wünsche für 2019. Ich hoffe, Ihr hattet einen ähnlich zauberhaften Start ins neue Jahr wie ich auf der Isle of Skye.

Stoneman Trail in the Dolomites, Italy

Steinmannweg in den Dolomiten, Italien

Im August 2018 machte ich mich mit zwei Freunden auf den Weg zu einer 2-tägigen Mountainbike-Tour in den italienischen Dolomiten. Das Wetter war trocken, bewölkt und sehr wechselhaft. So herrschte ein Lichtspiel, das die Motive geradezu aufleuchten ließ. Dieses Bild zeigt diese zauberhaften und unglaublich schönen Schatten, die der krönende Abschluss eines Tages waren, an dem wir 50 Kilometer Strecke und 1500 Meter Höhe zurückgelegt hatten. Es scheint, als ob ein Riesenadler seine Schwingen ausbreitet.

Man könnte sich sogar ein urzeitliches Wesen vorstellen, eine Idee, die diesem Bild seine Zeitlosigkeit verleiht. Für einen wertvollen Moment hielt die Zeit an. Es war eine der schönsten Stunden in der Landschaftsfotografie, die ich in den Bergen erlebt habe. Wenn die Natur ihr volles Potenzial zeigt, die Elemente mit einem höchstflüchtigen Charme zu kombinieren. Wie wunderbar, einen solchen Moment eingefangen haben zu dürfen.

New Zealand, Rabbit Island, Southern Island

Neuseeland, Kanincheninsel, Südinsel

Als Fotograf sind sonnige Wetterbedingungen nicht immer ideal für mich. Während meiner Zeit in Neuseeland zog einmal ein starker Sturm auf, der mir unglaubliche Möglichkeiten für einzigartige Schwarzweiß-Bilder bot. Die ganz besondere Landschaft von Rabbit Island in Kombination mit dem windigen Wetter hat mich wirklich verzaubert. Diese Bedingungen führten zu Fotos, die fast schon magische Züge haben und die Elemente Wasser sowie Wind in voller Intensität zum Ausdruck bringen.

Mir ist bewusst, dass es nicht ratsam ist, solche Risiken auf sich zu nehmen, doch ich vertraue hier immer auf meinen Instinkt. Oft werde ich dann mit wunderbaren Bildern von Wolken und Licht belohnt. Wenn es irgendwie möglich ist, gehe ich nach draußen und schaue mich um - aufmerksam und entspannt zugleich. Mit offenen Augen finden sich ganz in der Nähe magische Motive. Ich genieße die Kraft der Elemente sehr – sie geben mir das Gefühl, lebendig zu sein.

New Zealand, Golden Bay, Southern Island

Neuseeland, Golden Bay, Südinsel

Als ich im Februar 2018 allein nach Neuseeland reiste, war ich auf der Suche nach ganz besonderen Orten. Ich legte weite Strecken zu Fuß zurück und entdeckte dabei viele verschiedene, unglaubliche Motive. Besonders ruhige Orte, die nicht die typischen Touristenrouten kreuzten, zogen mich an. Ich habe schon oft die einsame und eigenartige Atmosphäre solcher Orte in Schwarzweiß ausgedrückt. Der Verzicht auf Farbe drückt die Magie der natürlichen Umgebung intensiv aus.

Die Weite Neuseelands lässt sich kaum besser widerspiegeln. Die Ruhe in dieser stillen Gegend gab mir auch die nötige Zeit, um die schönsten Aussichten zu erkennen und so die besten Perspektiven zu finden. Dieses Foto ist ein gutes Beispiel für meinen Wunsch, diese einzigartige Landschaft zu erkunden und meine fotografische Arbeit der Schönheit Neuseelands zu widmen. 

New Zealand, Golden Bay, Southern Island

Neuseeland, Golden Bay, Südinsel

An einem der ersten Tage meiner Reise nach Neuseeland im Februar 2018 habe ich Tessa Island zu Fuß erkundet. Man riet mir, nicht während der starken Winde unterwegs zu sein. Jedoch konnte ich nicht widerstehen, die Kraft und Schönheit der Natur zu spüren. Ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass ich die besten Motive in der Landschaftsfotografie entdecke, wenn ich meinem Bauchgefühl folge. Dieser besondere Tag in Neuseeland ist ein gutes Beispiel dafür.

Ich stolperte buchstäblich über diesen fantastischen Blick in einer Dünenlandschaft, die nur zu Fuß entdeckt werden kann. Wenn ich die Wahl habe, ziehe ich es im Allgemeinen vor, herumzulaufen, anstatt herumzufahren. Das Gehen zu Fuß gibt mir eine Nähe zum Motiv in der Landschaft, die mit anderen Bewegungsformen nicht erreicht werden kann. Ich liebe es, den Wind zu spüren und die Luft zu schmecken, während ich Fotos von höchster Authentizität mache.

New Zealand, Somewhere at the Nothern Island

Neuseeland, irgendwo auf der Nordinsel

Dieses Panorama-Foto ist im Februar 2018 in Neuseeland entstanden. Es hat mich so sehr verzaubert, dass ich es würdigen musste. Ich war auf einer Landstraße unterwegs, auf der Suche nach einem passsenden Aussichtspunkt, um den Sonnenaufgang erleben zu können. Diesen Aussichtspunkt habe ich auch gefunden, doch musste ich gar nicht erst auf die Sonne warten. Schon vorher hat mich dieser magische Ort mit seiner beeindruckenden Schönheit in den Bann gezogen.

Ich bin immer wieder froh, dass die Landschaftsfotografie mir die Mittel zur Verfügung stellt, um solche kostbaren Momente für die Ewigkeit festzuhalten. Dieser blaue Planet, auf dem wir leben, hat so viele verschiedene Gesichter und Ausblicke, dass ich möglichst viele davon fotografisch für die Nachwelt erhalten will. Dieses Foto hat nicht viele Farben, aber es bildet diese besondere Magie im Wechselspiel aus Licht und Schatten ab. Es vermittelt auf den ersten Blick den Eindruck eines Gemäldes und transzendiert die Fotografie in gewisser Weise.

New Zealand, Mount Cook/Lake Pukaki,  Southern Island

Neuseeland, Mount Cook/Lake Pukaki, Südinsel

Ich erinnere mich an einen Tag auf der Südinsel im Gebiet des Mount Cook/Lake Pukaki, an dem ich eine weitere großartige Erfahrung auf meiner Reise nach Neuseeland im Februar 2018 machen konnte. Dieser Teil meines persönlichen Roadmovies bestand an diesem bemerkenswerten Tag zuerst aus einer stundenlangen und anstrengenden Autofahrt. Schließlich erreichte ich den Pukaki-See, wo ich die Nacht verbrachte. Eine unglaublich schöne Aussicht ließ mich die anstrengende Fahrt vergessen und entschädigte mich dafür, dass ich diese Tortur auf mich genommen hatte.

Ein außerordentlich beeindruckendes Motiv konnte ich hier meinem neuseeländischen Portfolio hinzufügen. Nach einer schönen Nacht am See umrundete ich ihn am nächsten Tag zu Fuß. Ich war immer noch glücklich, dem langweiligen, begrenzten Raum des Autos entkommen zu sein und entschlossen, nach weiteren einzigartigen Motiven aus der Gegend zu suchen.

New Zealand, Mount Ngauruhoe, Northern Island

Neuseeland, Mount Ngauruhoe, Nordinsel

Der Mount Ngauruhoe auf Neuseelands Nordinsel ist ein aktiver Vulkan und hat sich der epischen Trilogie "Herr der Ringe" einen Namen als höchst beeindruckende Landschaft gemacht. Im Februar 2018 durfte ich einen Monat in Neuseeland verbringen. Als ich eines Tages die hochalpine Tongariro-Überquerung meisterte, legte ich etwa 25 km zurück. Ich habe die Länge der Strecke auf dem Weg wegen der faszinierenden Umgebung und des herrlichen Wetters kaum gespürt.

Ich hatte eher ein Gefühl von Leichtigkeit und endloser Energie. Ein herrlicher, fast wolkenloser warmer Tag wurde von einem wunderschönen goldenen Sonnenuntergang gekrönt. Ich lebe für diese besonderen Momente – wenn man nicht nur sein Wanderziel erreicht, sondern auch der typischen Leidenschaft des Fotografen folgen darf. Man vergisst nie solche Eindrücke von natürlicher Schönheit, die sich an diesem Ort zu konzentrieren scheinen. 

Early Morning in Germany, Bavaria,  Karwendel Mountains

Frühmorgens in Deutschland, Bayern, Karwendelgebirge

Eines nachts im August 2016 stieg ich zum Signalkopf auf, der sich in den Mittenwalder Bergen im Karwendelgebirge befindet. Der Berg hat verschiedene Namen wie „Bayerischer Löwe“ oder auch „Brust (der schlafenden Hexe)“. Später am Morgen eröffnete sich dieser atemberaubende Blick auf die "Schöttelkarspitze". Hier lassen mich nicht nur Sonnenaufgang und -untergang schöne Bilder machen. Dieses Motiv steht symbolisch für zufällig entstandene Landschaftsfotografie, die plötzlich die faszinierendsten Ausblicke und Lichtverhältnisse hervorbringen kann.

Es braucht nur offene Augen und einen wachsamen Geist, gepaart mit ein wenig Geduld, um sich in diese wunderbare Atmosphäre einzufühlen. Auch braucht es eine Beziehung zur Natur. Als mein Großvater mich von klein auf mit in die Berge nahm, schien ich diesen besonderen Ruf der erhabenen Riesen schnell vernommen zu haben.

First Morning in Madeira, Portugal

Der erste Morgen auf Madeira, Portugal

Im März 2016 verbrachte ich zwei Wochen auf der wunderschönen portugiesischen Insel Madeira. Immer auf der Hut war ich, um ein beeindruckendes Fotomotiv zu finden, das meine Sammlung von Landschaftsfotografien weiter vervollständigen sollte. Die Insel überraschte mich unaufhörlich. Als ich am ersten Morgen in meinem Schlafsack erwachte, wurde ich unvermittelt von diesem atemberaubenden Panorama von Hügeln und Felsen erwartet. Mit der Morgensonne im Hintergrund versprach mir Madeira von Anfang an einen ganz besonderen Aufenthalt.

Es war einer dieser Momente, in denen der Fotograf mit dem Motiv und der natürlichen Umgebung eins wird. Madeira hielt ihr Versprechen und bescherte mir ein magisches Erlebnis, das nur diese Insel zu bieten hat. Die Insel liegt etwa 1000 km südöstlich von Lissabon im Atlantik. Ihre bergige Landschaft, die größtenteils vulkanischen Ursprungs ist, hat mich tief beeindruckt. Ich werde Madeira nicht so schnell wieder vergessen. Die Insel hat mir Fotografien von höchster Schönheit und herrlicher Natur ermöglicht und konnte meine Fotosammlung immens bereichern. 

Austria, Tyrol

Österreich, Tirol

Im Februar 2016 schloss ich mich einer Gruppe außerordentlich sportlicher Skifahrer in Österreich an. Sie sprinteten buchstäblich auf den Gipfel zu und ließen mich – obwohl ich mit guter sportlicher Ausdauer gesegnet wurde – immer ein gutes Stück hinter sich. Beim Abstieg trafen wir uns schließlich wieder. Obwohl ich von dieser knallharten Truppe körperlich ziemlich gefordert wurde und die meiste Zeit etwa 15 Minuten hinter ihr zurücklag, konnte ich diesen beeindruckenden Blick auf die alpine Landschaft in elegantem Schwarzweiß dennoch genießen.

Die Verwendung von nur zwei Farben in ihren unterschiedlichen Schattierungen reduziert das Foto immer auf seine Essenz - für mich die ideale Form, um eine großartige natürliche Umgebung wie diese Berglandschaft abzubilden. Die Reinheit des Bildes lässt den Betrachter die klare Bergluft schmecken und die Kühle der eisigen Umgebung spüren. Fast, als wäre er selbst an diesem Ort. 

Italy, Grand Paradiso National Park

Italien, Nationalpark Grand Paradiso

Ich erinnere mich an diesen Tag im August 2015. Um 3 Uhr morgens bestieg ich den Grand Paradiso in Italien. In einer Gruppe von 4 Personen waren wir an diesem Tag die ersten auf dem Gipfel. Der Sonnenaufgang war fantastisch, aber etwas noch Besseres wartete später am Morgen auf mich. Die Lichtverhältnisse veränderten sich von „gut“ hin zu „großartig“. Ich musste nur den Auslöser drücken und fing diesen schönen Moment ein, der mir von Mutter Natur sozusagen frei Haus geliefert wurde.

Das Motiv macht sich besonders gut in Schwarzweiß. Es drückt die Würde und Größe des Alpenpanoramas am überzeugendsten aus. Ich kann die Freude kaum beschreiben, die ich empfand, als ich die Gelegenheit für ein solches Motiv erhielt. Ehrlich gesagt kann ich kaum genug von solchen Gelegenheiten bekommen und bin nie zu müde, um die höchsten Gipfel zu besteigen – genau für solche Momente und Gelegenheiten.

Germany, Bavaria, Walchensee

Deutschland, Bayern, Walchensee

Ich machte mich im Januar 2015 nach Walchsee in Bayern auf - mein Ziel war eine vielversprechende Skitour. Was soll ich sagen, ich hatte unter diesen Umständen ganz besonders großes Glück. Skifahren war zwar nicht möglich, aber besonders beeindruckende Schwarzweiß-Motive wie diese aufwühlende Wolkenformation konnte ich als Ausgleich einfangen. Ich habe selten Wolken einer so starken und fast metaphysischen Anmutung gesehen. Wasser, Berge und Wolken formen eine mächtige Wesenheit eigener Art.

Auf mich wirken diese Wolken lebendig - sie haben eine dunkle Seele und einen starken Willen, die sogar an den würdevollen Berggipfeln rühren. Die Tour beeindruckte mich sehr, obwohl ich meine Pläne ändern musste. Ich hatte das Glück, ideale Lichtverhältnisse für Schwarzweißfotografie geschenkt zu bekommen. Es passiert öfter, dass die Dinge sich für einen Fotografen in eine unerwartete Richtung entwickeln. Es ist deshalb eines meiner inneren Leitlinien, mich an das Leben anzupassen und seine speziellen Gelegenheiten zu erkennen, wenn diese sich mir unerwartet bieten.

Austria, Ötztal - Schalfkogel

Österreich, Ötztal - Schalfkogel

An einem Wochenende im März 2014 unternahmen fünf meiner Freunde und ich einen Ausflug. Der Kurztrip führte uns in diese Hütte in der Ötztal Region. Es war eine anstrengende Tour, die uns an einem Tag Höhenunterschiede von etwa 1000 Metern überwinden ließ. Aber eine traumhafte Abfahrt war die wohlverdiente Belohnung für einen langen und schweren Aufstieg. Im Deutschen kennen wir den Begriff "Gipfelglück".

Ich erinnere mich an eine wunderbare Erfahrung in der bergigen Umgebung. Ihre natürliche Schönheit hat mir die Gelegenheit zu faszinierender Landschaftsfotografie gegeben, wie dieses atemberaubende Panorama der beeindruckenden alpinen Welt zeigt. Obwohl die Bergspitzen reine Strenge und Würde zu vermitteln scheinen, erinnern sie auch immer an die Verletzlichkeit dieser natürlichen Umgebung, die unbedingt für folgende Generationen bewahrt werden muss. 

Austria, Tyrol, Stubaier Alps

Österreich, Tirol, Stubaier Alpen

Im Februar 2014 nahmen mich Freunde mit auf ein Ski-Wochenende in Österreich. Wir nahmen unser Quartier in einer Amberger Hütte. Die fantastischen Wetterbedingungen mit einigen Windschlägen nahe den Gipfeln gaben uns viele Gelegenheiten für wundervolle Abfahrten - in der Gruppe und auch in der Einsamkeit der alpinen Landschaft. Natürlich habe ich einige Fotos gemacht, wie von dieser stürmischen Abfahrt in Schwarzweiß. 

Oft konzentriere ich mich zunächst auf die Landschaft an sich, wenn ich nach wertvollen Motiven suche. Aber manchmal müssen es die dynamischen Bewegungen von Menschen sein, die sich so elegant in die natürliche Umgebung integrieren. Sie führen mich immer in Versuchung, sie spontan abzubilden. Diese Abfahrt ist ein typisches Beispiel. Der Skifahrer unterstreicht die gigantische Weite und Leere der alpinen Welt. Wie klein wir Menschen doch sind, im Vergleich zu dieser beeindruckenden Gebirgsszenerie.